Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Montag, 15. Juni 2026 um 11:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Bitburg, Sitzungssaal 128, Gerichtsstraße 2/4, 54634 Bitburg öffentlich versteigert werden:
Lfd. Nr. 1: Laub- und Nadelholz (Flur 4 Nr. 50), Verkehrswert: 20.696,84 €
Lfd. Nr. 2: Laub- und Nadelholz (Flur 4 Nr. 71), Verkehrswert: 15.731,46 €
Lfd. Nr. 3: Laub- und Nadelholz (Flur 4 Nr. 77), Verkehrswert: 18.680,33 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- ab 15.731,46 €
- Versteigerungstermin
- 15.06.2026, 11:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 10 K 6/25
- Versteigerungsart
- Zwangsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 15.12.25
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Waldgrundstück
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um drei forstwirtschaftlich genutzte Waldgrundstücke mit einer Gesamtfläche von 25.118 m², verteilt auf drei Flurstücke (Flurstück 50: 11.267 m², Flurstück 71: 8.456 m², Flurstück 77: 5.395 m²), jeweils bestehend aus Laub- und Nadelholzbeständen.
Besichtigung
Das Objekt wurde am 15.12.2025 im Rahmen eines Ortstermins durch den Sachverständigen besichtigt. Die Bewertung erfolgte auf Basis der bei der Begehung erhobenen forstlichen Naturaldaten. Es wurde keine Personenbeteiligung von Verfahrensbeteiligten festgestellt.
Grundstück – Bewertungsobjekt I (Flurstück 50)
Das Grundstück ist als forstwirtschaftliche Fläche mit 11.267 m² ausgewiesen. Die Bestockung zeigt sich differenziert: Im westlichen/südwestlichen Bereich finden sich 100–130-jährige Buchen von minderer Qualität, beigemischt sind ca. 15% Eichen. Hier beträgt der Bestockungsgrad 0,7. Eine Blöße mit auflaufender Buchen-Naturverjüngung sowie ein 30–45-jähriger Fichtenblock (Bestockungsgrad 0,6) mit mittleren bis geringen Qualitätsmerkmalen grenzen an.
Weitere Teilflächen sind mit Buchen und einem Eichenanteil von ca. 15% bestockt, beide von unterdurchschnittlicher Qualität (Bestockungsgrad 0,7). Der Fichtenaufwuchs wurde künstlich begründet, das Laubholz stammt überwiegend aus Naturverjüngung. Es finden sich vereinzelte abgestorbene Individuen und Blößen, die im Gutachten eigens berücksichtigt wurden. Die Fläche ist von einem Lkw-fähigen sowie einem treckerfähigen Weg erschlossen. Die Nutzung erfolgt ausschließlich forstwirtschaftlich.
Grundstück – Bewertungsobjekt II (Flurstück 71)
Dieses Grundstück umfasst 8.456 m² Wald und ist durch einen Lkw-fähigen Weg am Nord- und Ostrand erschlossen. Es ist bestockt mit 85–105-jährigen Buchen von geringer bis mittlerer Qualität (Bestockungsgrad 0,9), darunter einzeln Eichen. Die Laubholz-Teilfläche ist ausreichend gepflegt und stammt aus Naturverjüngung. Eine ca. 500 m² große Blöße mit einzelnen Fichten schließt sich an. Im weiteren Verlauf steht ein 60–70-jähriger ungepflegter Fichtenbestand mit Pflegestau, Trockenschäden und Käferschäden, teils auflösend, Bestockungsgrad 0,6. In Randlagen bestehen ausgeprägte Waldränder zur angrenzenden Landwirtschaft. Auch dieses Grundstück ist ausschließlich forstwirtschaftlich genutzt.
Grundstück – Bewertungsobjekt III (Flurstück 77)
Das 5.395 m² große Grundstück ist fast eben mit ganz geringer nordwestlicher Neigung, durch einen Lkw-fähigen Weg im Norden und Westen erreichbar. Die Bestockung setzt sich aus 120–140-jähriger Eiche mit mittlerer bis guter Qualität und Wuchsleistung zusammen, durchsetzt mit geringwertiger Buche gleichen Alters sowie Eichen- und Buchen-Zwischenstand von 50–80 Jahren (insgesamt Bestockungsgrad 0,9). Der Ursprung ist hauptsächlich Naturverjüngung und Stockausschlag. Dieses Flurstück ist ebenfalls als benachteiligtes landwirtschaftliches Gebiet deklariert und forstwirtschaftlich genutzt.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war jede der drei Flächen ausschließlich forstwirtschaftlich genutzt und nicht verpachtet oder anderweitig belegt.
Sonstiges
Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.
Lage
Die Grundstücke befinden sich in Welchenhausen (Ortsteil im Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz), einem Ort mit ländlicher Struktur. Die Ortslage selbst ist im nördlichen Bereich des Landkreises angesiedelt. Laut letzten Daten zählt die Ortsgemeinde zu etwa 100 Einwohnern, wobei der gesamte Landkreis ca. 96.000 Einwohner aufweist.
Die drei Bewertungsobjekte liegen in Randbereichen der Gemarkung im Bereich „Am Jungenbüsch“ und „Auf dem Schulborn“. Die Grundstücke sind forstwirtschaftlich vernünftig erschlossen und liegen an landwirtschaftlichen Wegen mit Anbindung für Harvester-/Forsttechniktransporte. Die Nachbarflächen sind meist landwirtschaftlich oder ebenfalls forstlich genutzt.
Schulen, Kindergärten, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten, Bus- und Bahnanbindung befinden sich im nächstgelegenen Hauptort oder den umliegenden Gemeinden. Die Erreichbarkeit ist im ländlichen Raum gegeben, jedoch nur eingeschränkt und entfernt.
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