Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 4. November 2026 um 10:30 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Trier, Sitzungssaal 230, Justizstraße 2,4,6, 54290 Trier öffentlich versteigert werden:
Verkehrswert: 195.000,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 195.000,00 €
- Versteigerungstermin
- 04.11.2026, 10:30 Uhr
- Aktenzeichen
- 23 K 73/25
- Versteigerungsart
- Zwangsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 08.09.25
- Besichtigungsart
- Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Wohnhaus
- Wohnfläche
- 248.46 m²
- Grundstücksfläche
- 318 m²
- Objektzustand
- renovierungsbedürftig
- Baujahr
- 1984
- Verfügbarkeit
- bewohnt
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Wohngebäude mit einer im Hauptgebäude lokalisierten Garage.
Besichtigung:
Das Objekt wurde am 08.09.2025 nur im öffentlich einsehbaren Außenbereich durch Augenschein besichtigt. Das Gebäudeinnere, Kellerräume sowie rückwärtige Grundstücksbereiche waren nicht zugänglich; wesentliche Angaben zu Flächen, Bauabschnitten und Nutzung beruhen daher auf Bauunterlagen und sonstigen Akten.
Gebäude
Das Wohngebäude ist ein aus mehreren Bauabschnitten entstandenes, mit einer im Hauptgebäude integrierten Garage bebautes Wohnhaus. Als fiktiv gewogenes Baujahr wurde 1984 angesetzt; die sachverständig berücksichtigten Bauabschnitte datieren auf einen geschätzten Altbestand von 1962 sowie Erweiterungen aus 2018 und 2021. Nach Baugenehmigung und äußerem Eindruck wird das Objekt als Wohngebäude mit drei separaten Wohneinheiten genutzt.
Die aus den genehmigten Bauplänen abgeleitete Wohnfläche beträgt insgesamt 248,46 m² und verteilt sich auf die Wohnung im Erd-/Obergeschoss mit 137,48 m², die Wohnung im Obergeschoss mit 63,47 m² sowie die Dachgeschosswohnung mit 47,51 m². Die Bruttogeschossfläche wurde mit insgesamt 491 m² angegeben. Das Gebäude ist überwiegend zwei- bis dreigeschossig genutzt; vorhanden sind zudem zwei Gauben. Der Altbaubereich ist augenscheinlich massiv errichtet, bei den neueren Anbauten ist eine außenliegende Dämmung bzw. ein Wärmedämmverbundsystem erkennbar.
Die Grundrissgestaltung lässt nach den Planunterlagen auf familiengerechte Wohnungszuschnitte schließen. Im Erdgeschoss sind unter anderem Wohnen, Essen/Küche, Bad und Schlafräume vorgesehen; im Obergeschoss weitere Schlafräume, Wohnen/Kochen und Nebenräume; im Dachgeschoss Wohnen/Kochen, Schlafen und Bad. Die Belichtung und Besonnung werden lagebedingt als gut beschrieben; zudem besteht eine attraktive Fernsicht.
Der bauliche Zustand ist wertrelevant beeinträchtigt. Laut äußerem Augenschein bestehen deutliche Schäden insbesondere an den Außenwänden der neueren Erweiterungen; Putz fehlt teils auf dem Dämmstoff, Dämmstoffe wirken verwittert bzw. zersetzt, und Elektroinstallationen sind abschnittsweise direkt auf der Dämmschicht montiert. Hinzu kommt Instandhaltungs- und Modernisierungsstau. Die genehmigten Erschließungen der Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss scheinen nicht ordnungsgemäß hergestellt zu sein; die Zugänge erfolgen derzeit nur über temporäre Baugerüste. Die Garage ist dadurch in ihrer Nutzbarkeit beeinträchtigt. Denkmalschutz besteht nicht.
Nutzung:
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Objekt nach plausibler Annahme zu Wohnzwecken genutzt; die drei Wohneinheiten wurden laut Protokoll von unterschiedlichen Familienmitgliedern bewohnt.
Lage
Das Objekt liegt in Geisfeld mit 473 Einwohnern im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz.
Die Mikrolage ist dörflich geprägt in einem überwiegend mit Ein- und Zweifamilienhäusern bebauten Straßenabschnitt. Die unmittelbare Nachbarschaft besteht vorwiegend aus älteren Wohngebäuden. Das Standortimage für Wohnen wird als gut beschrieben, zugleich besteht eine sehr hohe Lärmbelastung. Das Objekt liegt an einer innerörtlichen Straße; naturräumlich befindet sich die Gemeinde im Naturpark Saar-Hunsrück.
Versorgung und Infrastruktur sind für eine ländliche Lage eingeschränkt. Eine Bushaltestelle befindet sich in fußläufiger Nähe; die Anbindung an das Straßenverkehrsnetz ist mit kurzer Distanz zur Autobahnanschlussstelle günstig. Einrichtungen wie Kindergarten, Grundschule, Ärzte, Apotheke, Krankenhaus sowie Einkaufsmöglichkeiten befinden sich überwiegend in den umliegenden Orten bzw. dem näheren Umland; ein Bahnhof liegt nicht unmittelbar im Ort.
Das Grundstück umfasst 318 m², ist annähernd trapezförmig mit kleinem Einschnitt und weitgehend eben bei leichtem Anstieg zur Straßenseite. Es ist voll erschlossen und als baureifes Land eingeordnet. Die Bebauung grenzt sehr nah an eine Nachbarparzelle; die Abstandsflächen sind durch Baulast gesichert.
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