Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Donnerstag, 16. April 2026 um 14:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Daun, Sitzungssaal 110, Berliner Straße 3, 54550 Daun öffentlich versteigert werden:

Verkehrswert: 7.900, 00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
7.900,00 €
Versteigerungstermin
16.04.2026, 14:00 Uhr
Aktenzeichen
7 K 20/22
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
25.06.25
Besichtigungsart
Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten

Objektdaten

KellerGarten/-mitbenutzung
Objekttyp
Wohnhaus
Grundstücksfläche
1615 m²
Heizungsart
Ofen
Objektzustand
abbruchreif
Baujahr
ca. 1931
Verfügbarkeit
unbewohnt

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein baufälliges Wohnhaus mit angrenzendem Stall-/Scheunengebäude. Es wird ein 1/2-Miteigentumsanteil versteigert.

Besichtigung

Das Objekt wurde im Rahmen eines Ortstermins von außen begutachtet; eine Innenbesichtigung der Gebäude war nicht möglich. Die Bewertung erfolgte auf Basis der von außen erkennbaren Gegebenheiten, Angaben der Anwesenden sowie baubehördlicher Unterlagen.

Gebäude

Wohnhaus

Das Wohnhaus wurde ca. 1931 errichtet, ist beidseitig angebaut, teilunterkellert, zweigeschossig und verfügt über ein nicht ausgebautes Dachgeschoss (Satteldach mit Trapezblecheindeckung). Aufgrund der Grundstücksneigung ist das Kellergeschoss im Süden offen zugänglich. Die Grundrissgestaltung ließ sich nicht abschließend klären, da die Innenbesichtigung fehlte; Renovierungs- und Entkernungs-/Umbauarbeiten wurden begonnen, aber nicht abgeschlossen. Die sanitären Einrichtungen wurden nahezu vollständig entfernt. Die Fassaden sind verputzt und gestrichen mit teilweise gefliestem Sockel. Vermutlich gibt es gemischte Decken (Beton/Holz) und verschiedene Bodenbeläge. Die Fenster bestehen teils aus isolierverglasten Holz- und Kunststofffenstern, die Außentüren sind überwiegend beschädigt bzw. entfernt. Das Gebäude weist starke Bauschäden auf (Feuchtigkeit, morsche Dachkonstruktion, beschädigte Entwässerung, verwitterte Fenster, fehlende sanitäre Ausstattung) und befindet sich in einem baufälligen, nicht mehr nutzbaren Zustand.

Stall- und Scheunengebäude

Das Stall- und Scheunengebäude ist ebenfalls beidseitig angebaut, eingeschossig mit nicht weiter ausgebautem Dachgeschoss und wurde zwischen 1968 und 1982 mehrfach umgebaut und erweitert (rückwärtiger Anbau 1980). Der Gebäudeteil ist massiv gebaut, das Dach als versetztes Satteldach bzw. Pultdach mit Trapezblechen und teilweise Asbestzementplatten gedeckt. Die Belichtung erfolgt durch einfachverglaste Betonfenster, es sind Holztore und -türen vorhanden. Die Nutzung beschränkte sich zuletzt auf Stallungen mit Trogeinbauten und Anbindungen. Auch dieses Gebäude ist erheblich baufällig mit Feuchtigkeitsschäden, Rissen im Mauerwerk, korrodierten Blechteilen und insgesamt verwahrlostem Zustand.

Grundstück

Das Grundstück ist 1.615 m² groß, nahezu rechteckig und zeigt eine mittlere Tiefe von etwa 60 m bei einer Straßenfront von ca. 28 m. Die Topografie ist geneigt. Das Gelände ist teilweise mit massiven Stützmauern abgefangen, zur Straße hin mit Holzzaun eingefriedet. Überwiegend ist das Grundstück grasbewachsen und mit Gehölzen, teilweise verwildert; befestigte Flächen (Betonpflastersteine, Mistplatte, Asphalt) und ein Güllekeller sind vorhanden. Es bestehen keine Hinweise auf Altlasten oder Bergschäden, das Grundstück liegt nicht in einem Überschwemmungsgebiet.

Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Grundstück seit mehreren Jahren unbewohnt und wurde nicht genutzt. Eine gewerbliche Nutzung lag nicht vor.


Ausstattung

  • Satteldach auf Wohnhaus, Trapezblecheindeckung (stark korrodiert und undicht)

  • Dachrinnen und Fallrohre aus Zink (teilweise beschädigt)

  • Festbrennstoffofenanschlüsse, keine zentrale Heizung, vermutlich Metallrohre für Wasserleitungen, Entwässerung aus Kunststoff/Guss

  • Fenster: teils isolierverglaste Holz- und Kunststofffenster, teils Glasbausteinfenster, insgesamt überaltert und beschädigt

  • Rollläden aus Kunststoff

  • Sanitäreinrichtungen nahezu vollständig entfernt

  • Im Stall-/Scheunenbereich einfachverglaste Betonfenster, Holztor, Holztüren, Betonboden, Trogeinbauten


Lage

Kradenbach, ca. 150 Einwohner, Landkreis Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz

Das Objekt befindet sich im Ortskern an der wenig befahrenen „Hauptstraße“, einer Ortseingangsstraße in einer noch durchschnittlichen Wohnlage. Die Nachbarschaft besteht aus Einfamilienhäusern in offener Bauweise sowie ehemals landwirtschaftlich genutzten Hofstellen. In unmittelbarer Nähe befinden sich eine Kapelle, östlich angrenzend Ferien-Chalets/Tiny-Häuser und südlich unbebaute Grünflächen. Industrie, Gewerbe- oder Verkehrsbeeinträchtigungen sind nicht vorhanden.

Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung sowie weiterführende Schulen gibt es im ca. 8 km entfernten Daun. Kindergarten und Grundschule sind in Nachbargemeinden (8-9 km). Eine Bushaltestelle befindet sich etwa 200 m entfernt, der nächste Bahnhof (Gerolstein, Bahnstrecke Köln-Euskirchen-Trier) ist ca. 20 km entfernt. Die Autobahnanschlüsse A1 (4,5 km) und A48 (14 km) sind gut erreichbar. Die Wohnlage ist dörflich mit ausreichender Verkehrsanbindung.

Das Grundstück ist nahezu rechteckig und ca. 60 m tief mit ca. 28 m Straßenfront. Die Topografie ist geneigt. Der Zustand der Befestigungen und Einfriedungen ist überwiegend schadhaft, das Gelände verwildert.


Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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