Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 22. Juli 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Rockenhausen, Erdgescho2, Sitzungssaal 1, Kreuznacher Str. 37, 67806 Rockenhausen 0ffentlich versteigert werden:

Lfd. Nr. 7: Fl. Nr. 935/2, Verkehrswert: 81.500,00 €
Lfd. Nr. 8: Fl. Nr. 937/2, Verkehrswert: 26.126,00 €
Lfd. Nr. 9: Fl. Nr. 985/4, Verkehrswert: 109.226,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
siehe Gutachten
Versteigerungstermin
22.07.2026, 09:00 Uhr
Aktenzeichen
2 K 23/25
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
27.01.26
Besichtigungsart
Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten

Objektdaten

ScheuneNebengebäudeBalkonGarten/-mitbenutzungTerrasse
Objekttyp
Landwirtschaftliches Objekt
Objektzustand
sanierungsbedürftig
Verfügbarkeit
bewohnt (Hengstbacherhof 5), bzw. leerstehend (Hengstbacherhof 7)

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein mit zwei Einfamilienhäusern samt mehreren Nebengebäuden und umfangreichen Landwirtschaftsflächen bebautes Grundstück. Das Gesamtgrundstück setzt sich aus mehreren Flurstücken zusammen und weist eine Gesamtfläche von 33.175 m² auf. Hengstbacherhof 5 (Wohnhaus mit Scheune, bewohnt) und Hengstbacherhof 7 (zwei Wohnhäuser mit Nebengebäuden, leerstehend). Zusätzlich sind mehrere unbebaute landwirtschaftliche und Erholungsflächen enthalten.


Besichtigung

Das Objekt konnte am Wertermittlungsstichtag lediglich von außen besichtigt werden, da eine Innenbegehung nicht möglich war. Die Bewertung basiert deshalb auf der Außeninaugenscheinnahme, Katasterunterlagen und behördlichen Auskünften sowie Annahmen typischer Bauweise des jeweiligen Baualters.


Gebäude

Einfamilienhaus Hengstbacherhof 5 (Flurstück 937/2) mit Scheune (Flurstück 985/4)

Das Einfamilienhaus Hengstbacherhof 5 ist ein zweigeschossiges, vermutlich nicht unterkellertes Gebäude mit ausgebautem Dachgeschoss, Baujahr laut Denkmalverzeichnis 1815. Die Gestaltung zeigt Sichtmauerwerk, das teils von Kletterpflanzen bewachsen ist. Modernisierungen fanden nur im begrenzten Rahmen der Instandhaltung statt. Das Dach ist ein Sattel-/Giebeldach mit Tondachziegeln, Dachflächen wirken gepflegt, zeigen aber altersgemäße Patina und Moos. Die Fenster bestehen aus Holz. Die technische Ausstattung entspricht einfachem bis mittlerem Niveau; es gibt eine zentrale Wasserversorgung, das Abwasser erfolgt über eine Pflanzenkläranlage. Die Elektroinstallation ist einfach. Die Fassade zeigt moderate Verwitterungsspuren und Putzabplatzungen, besonders im Sockelbereich. Ein Instandsetzungsbedarf besteht; gravierende Bauschäden wurden von außen nicht festgestellt. Das Gebäude ist nicht barrierefrei und als Teil einer denkmalgeschützten Hofanlage (Hofanlage, Haus 1815, Scheune 1839/1846, Denkmalzone) gelistet.

Die zugehörige Scheune, Baujahr 1839, besteht aus massivem Mauerwerk mit Satteldach (Dachziegel, Holz). Der Zustand ist altersgerecht, sie wird wirtschaftlich zusammen mit dem Wohnhaus betrachtet.

Außenanlagen umfassen Einfriedungen (Mauer), Wegebefestigung, Gartenanlagen und Versorgungsleitungen.


Einfamilienhaus 1 Hengstbacherhof 7 (Flurstück 935/2) mit Nebengebäuden

Das erste Wohnhaus von Hengstbacherhof 7 wird auf das Baujahr um etwa 1900 (geschätzt) datiert, ist zweigeschossig, unterkellert, mit nicht ausgebautem Dachgeschoss und freistehend. Die Außenansicht ist verputzt, die Bausubstanz zeigt deutliche Putzabplatzungen, Verwitterung und Fensterrahmen mit starkem Reparaturbedarf. Das Objekt wurde nicht modernisiert, die technische Ausstattung ist einfach (Wasseranschluss, Abfluss über eigene Kläranlage, einfache Elektroinstallation), weitere technische Details fehlen. Das Dach ist ein Sattel-/Giebeldach, Tondacheindeckung, in abgenutztem Zustand. Die Hoffläche zeigt Unregelmäßigkeiten und Vegetationsdurchbruch. Das Gebäude ist allgemein als sanierungsbedürftig mit erheblichem Instandhaltungsstau zu bezeichnen.

Dem Gebäude zugehörig ist eine massive Anbauscheune (Satteldach, Baujahr geschätzt 1900).


Einfamilienhaus 2 Hengstbacherhof 7 (Flurstück 935/2) mit weiteren Nebengebäuden

Das zweite Wohnhaus auf demselben Flurstück (Baujahr um 1900, geschätzt) ist zweigeschossig, nicht unterkellert und einseitig angebaut. Außen ist Sichtmauerwerk ausgeführt. Die Bausubstanz weist starke Verwitterungserscheinungen, Durchfeuchtungen, beschädigte und zum Teil fehlende Fenster und Türen sowie massive Verschleißerscheinungen auf. Die technische Ausstattung ist überaltert oder fehlt weitgehend. Das Dach ist ein Sattel-/Giebeldach mit Tondachziegeln, mit Moosbewuchs und Unebenheiten. Sanierungsbedarf besteht in allen Bereichen.

Weitere Nebengebäude sind zwei massive Scheunen (Giebeldach, Baujahr geschätzt 1900, Holzdach mit Ziegeldeckung) und ein Flachdachschuppen (ebenfalls massiv). Die Gebäude stehen im baulich schlechten Zustand mit umfassendem Sanierungsbedarf.


Weitere Gebäude

Vorhanden sind mehrere landwirtschaftlich genutzte Nebengebäude (Scheunen, Schuppen), die alle einen niedrigen Ausstattungsstandard und erheblichen Instandsetzungsbedarf aufweisen.


Nutzung

Zum Wertermittlungsstichtag war das Gebäude Hengstbacherhof 5 bewohnt. Das Gebäudeensemble Hengstbacherhof 7 einschließlich zugehöriger Nebengebäude stand leer. Die landwirtschaftlichen Flächen waren entsprechend ihrer Zweckbestimmung genutzt.


Lage

Hengstbacherhof, Ortsteil von Sankt Alban, Landkreis Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz, ca. 210 Einwohner
Das Objekt liegt im ländlichen Raum, etwa 1,7 km außerhalb des Ortszentrums. Umliegende Bebauung besteht aus wohnbaulichen und gewerblichen Gebäuden mit offener zweigeschossiger Bauweise. Das Grundstück liegt an einer ausgebauten, bitumierten Straße, ohne unmittelbare Beeinträchtigungen; kein Naturschutzgebiet/Biotop genannt. Nachbarschaftlich ist der Leerstand verbreitet; einfache Wohn- und Geschäftslage, geringe Nachfrage.

Schulen, Kindergarten, Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich etwa 10 km entfernt. Die nächste Bushaltestelle ist direkt vor Ort, der nächste Bahnhof ca. 12 km, Autobahn 18 km, Bundesstraße 4 km entfernt. Eine Stadtverwaltung ist ca. 10 km entfernt.

Das Grundstück ist eben bis leicht hängig und von Mauern und Zäunen eingefriedet. Der Bewuchs entspricht teils den typischen landwirtschaftlich genutzten Flächen, teils einfachen Grünanlagen und Hofbefestigungen. Spezielle Angaben zum Bewuchs sind nicht enthalten.


Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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