Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Dienstag, 8. September 2026 um 11:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Daun, Sitzungssaal 110, Berliner Straße 3, 54550 Daun öffentlich versteigert werden:

Lfd. Nr. 1: Unbebautes Grundstück; Wiese; baureifes Land; Verkehrswert: 1.800,00 €
Lfd. Nr. 2: Wohnhaus; Verkehrswert: 13.900,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
15.700,00 €
Versteigerungstermin
08.09.2026, 11:00 Uhr
Aktenzeichen
7 K 11/24
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
12.12.24
Besichtigungsart
Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten 54 Seiten 4 MB

Objektdaten

Scheune
Objekttyp
Wohnhaus
Wohnfläche
135 m²
Grundstücksfläche
327 m²
Objektzustand
sanierungsbedürftig
Baujahr
1930
Verfügbarkeit
leerstehend

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Wohnhaus mit Nebengebäude (Scheune mit Stallungen) auf dem Flurstück 16/3 sowie ein unbebautes Grundstück als baureifes Land.

Besichtigung:

Das Objekt wurde am 12.12.2024 ausschließlich von außen besichtigt; ein Zutritt zu den Gebäuden war nicht möglich. Das Objekt wurde daher hinsichtlich Innenausbau, Raumaufteilung und technischer Anlagen teilweise auf Grundlage von Unterlagen, Augenschein und typisierten Annahmen bewertet.

Gebäude

Das Hauptobjekt ist ein Wohnhaus einer ehemaligen Hofstelle auf dem Flurstück 16/3 mit 197 m² Grundstücksfläche. Das Baujahr ist unbekannt, vermutlich entstand das Gebäude um 1930. Es handelt sich um ein Wohnhaus in Massivbauweise, vermutlich teilunterkellert, mit zwei oberirdisch nutzbaren Ebenen und Satteldach. Das Anwesen weist eine dreiseitige Grenzbebauung auf; Freiflächen auf dem bebauten Grundstück sind praktisch nicht vorhanden.

Die Belichtung und Besonnung wurden als mäßig beurteilt. Der bauliche Zustand ist deutlich unterdurchschnittlich: Das Gebäude macht von außen einen desolaten, vernachlässigten Eindruck und weist einen erheblichen Renovierungs- und Modernisierungsrückstau auf. Sichtbar sind Risse und Schimmelbildung an den Außenwänden. Besonders gravierend ist die vom Dachstuhl bis zum Sockel durchgehende starke Rissbildung im Giebelmauerwerk, weshalb im Gutachten vertiefende Untersuchungen zur Ursache und eine statische Prüfung der Standsicherheit empfohlen werden.

Weitere Gebäude

Als wertrelevantes Nebengebäude ist auf dem bebauten Grundstück eine Scheune mit Stallungen vorhanden, ein ehemaliges Ökonomiegebäude in Massivbauweise mit Baujahr ca. 1958. Das Gebäude verfügt über ein Satteldach und wurde ursprünglich mit Stallungen und Tenne im Erdgeschoss sowie Lagerfläche im Dachgeschoss genutzt; die innere Aufteilung konnte jedoch nur typisierend angenommen werden.

Auch dieses Gebäude macht einen vernachlässigten Eindruck und entspricht nicht mehr heutigen Anforderungen. Sichtbar sind Rissbildungen im Mauerwerk, Schäden am Außenputz, erforderliche Beiputzarbeiten im Fensterbereich sowie eine erneuerungsbedürftige Dacheindeckung. Das Nebengebäude wird im Gutachten nur nachrangig bewertet und typischerweise als Abstellgebäude eingeordnet.

Grundstück

Zum Versteigerungsumfang gehört außerdem das selbstständig veräußerbare Flurstück 16/2 mit 130 m², genutzt als Wiese. Das Grundstück ist unregelmäßig geschnitten, als Eckgrundstück ausgebildet und steigt entlang der Straße in nordöstlicher Richtung an. Es ist als baureifes Land in gemischter Baufläche eingeordnet, jedoch derzeit unbebaut.

Die Straßenfront beträgt ca. 26 m; die Fläche ist nach den Feststellungen mit altem Maschendrahtzaun, kleiner straßenseitiger Gartenmauer und Wiese versehen. Wasser-, Abwasser- und Stromanschlüsse bestehen hier noch nicht; Erschließungsmaßnahmen für Wasser und Kanal sind im Rahmen des Straßenbaus geplant, die daraus entstehenden Kosten waren zum Bewertungsstichtag noch nicht bezifferbar.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Wohnhaus augenscheinlich unbewohnt; zur tatsächlichen Nutzung des Gebäudeinneren und des Nebengebäudes lagen wegen der ausschließlichen Außenbesichtigung keine gesicherten Angaben vor. Das separate Flurstück war als Wiese genutzt.

Sonstiges

Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.

Lage

Das Objekt liegt in Dreis-Brück, Ortsteil Brück, mit rund 810 Einwohnern, im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz.

Die Grundstücke befinden sich im östlichen Zentrum des Ortes an der Hauptstraße, einer Kreisstraße. In der näheren Umgebung überwiegt offene Wohnbebauung mit ein- und zweigeschossigen Wohnhäusern.

Kindergarten und Grundschule sind im Ort nicht vorhanden. Die überörtliche Anbindung erfolgt über Landes- und Regionalstraßen; die Autobahn A1 ist über die Anschlussstelle Kelberg in kurzer Entfernung erreichbar. Angaben zu Ärzten, Einkauf sowie Bus- und Bahnangeboten enthält das Gutachten nicht näher.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.