Zwangsversteigerung Einfamilienhaus mit angebautem Stall-Scheunengebäude
Schloßstraße 4, 55758 Sien
- Verkehrswert
- 74.080,00 € u.w.
- Versteigerungstermin
- 09.11.2026, 10:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 11 K 22/25
- Verkehrswert
- 74.080,00 € u.w.
- Versteigerungstermin
- 09.11.2026, 10:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 11 K 22/25
Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Montag, 9. November 2026 um 10:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Idar-Oberstein, Sitzungssaal 116, Mainzer Straße 180, 55743 Idar-Oberstein öffentlich versteigert werden:
Lfd. Nr.1: Verkehrswert: 380,00 €
Lfd. Nr. 2: Verkehrswert: 825,00 €
Lfd. Nr. 3: Verkehrswert: 74.080,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 74.080,00 € u.w.
- Versteigerungstermin
- 09.11.2026, 10:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 11 K 22/25
- Versteigerungsart
- Zwangsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 20.08.25
- Besichtigungsart
- Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Einfamilienhaus
- Wohnfläche
- 180 m²
- Nutzfläche
- 150 m²
- Grundstücksfläche
- 1799 m²
- Objektzustand
- renovierungsbedürftig
- Baujahr
- 1810
- Verfügbarkeit
- vermutlich leerstehend
- Anzahl Etagen
- 2
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Einfamilienhaus (Flurstück 39/2). Des Weiteren gelangen eine Waldfläche (Flurstück 37) und eine Landwirtschaftsfläche (Flurstück 37/1) zur Versteigerung.
Besichtigung
Das Objekt wurde zum Wertermittlungsstichtag 20.08.2025 nur von außen (Straße, Nachbargrundstück) besichtigt, da keine Innenbesichtigung möglich war. Die Bewertung erfolgt daher überwiegend auf Basis einer Außenbesichtigung und vorliegender Unterlagen. Die unbebauten Grundstücke (Wiese und Wald) wurden zum Stichtag begangen und datenmäßig erfasst.
Gebäude
Das Einfamilienhaus ist ein zweigeschossiges, freistehendes Wohnhaus aus dem Baujahr 1810 (Einmeißelung im Mauerwerk), mit einem Anbau. Außen präsentiert sich das Gebäude zur Straßenseite im Erdgeschoss verputzt und gestrichen, das Obergeschoss mit Kunstschiefer verkleidet; die Giebelseite zeigt teilweise ausgemauertes, gestrichenes Fachwerk. Das Gebäude ist massiv mit Abschnitten aus Holzfachwerk ausgeführt. Fundamente und Keller konnten nicht abschließend geprüft werden, es wurde von Streifenfundament oder Bruchstein ausgegangen. Die Geschossdecken sind vermutlich als Holzbalkendecken ausgeführt.
Die Dachkonstruktion ist als Sattel- bzw. Giebeldach mit Schieferdeckung (Straßenseite) und einfacher Holzkonstruktion gestaltet, Dachrinnen und Fallrohre bestehen aus Zinkblech. Das Haus verfügt über einfache Fenster aus Kunststoff oder Holz (teils Doppelverglasung, teils Einfachverglasung, mit Sprossen, teils Klappläden) sowie über mindestens zwei Hauseingänge aus Holz.
Ein gemauerter, überdachter Freisitz mit Außenkamin ist zum Garten hin vorhanden. Umfang, Raumaufteilung und Grundriss konnten nicht festgestellt werden, ebensowenig Zustand der Innenausstattung, doch ist von veralteter, einfacher Ausführung und Sanierungsbedarf auszugehen. Keine wesentlichen äußeren Bauschäden erkennbar, allerdings mutmaßlicher allgemeiner Unterhaltungsstau und Renovierungsbedarf.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Wohnhaus vermutlich leerstehend. Es existieren keine Informationen zu einer aktiven Vermietung oder Eigennutzung.
Weitere Gebäude
Das angeb. Stall- und Scheunengebäude schließt sich einseitig an das Wohnhaus sowie eine Nachbargarage an, ist ebenso zweigeschossig und stammt ebenfalls aus 1810. Es wurde vermutlich nicht wesentlich modernisiert. Das Erdgeschoss des Nebengebäudes umfasst ehemalige Stallräume, eine Tenne und einen Garagenraum; das Obergeschoss steht als Lagerfläche zur Verfügung. Die Konstruktion besteht aus Massiv- und Bruchsteinmauerwerk sowie Holzfachwerk. Die Decken sind vermutlich aus Holzbalken gefertigt, Fenster überwiegend als einfache Metallrahmenfenster mit Einfachverglasung ausgeführt. Das Dach ist als nicht gedämmtes Sattel- oder Giebeldach mit Ziegeldeckung, Firstbereich aus Schiefer, gestaltet. Der bauliche Zustand wird als schlecht bewertet, mit erheblichem Unterhaltungsstau, Feuchtigkeitsschäden, Schädlingsbefall und mangelhafter statischer Festigkeit.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Stall-/Scheunengebäude leerstehend bzw. ungenutzt.
Grundstück
Das bebaute Grundstück umfasst 1.799 m² (Flur 8, Flurstück 39/2). Die Straßenfront beträgt ca. 28 m bei einer mittleren Tiefe von 49 m. Das Gelände ist unregelmäßig zugeschnitten und teilweise hangig, mit Nordausrichtung. Die Erschließung umfasst Strom, Trinkwasser, Kanal- und Telefonanschluss. Außengelände mit ungepflegten Pflanzungen, Einfriedung durch Hecke, Zaun und Mauer, gepflasterter Bereich und kleine Terrasse vorhanden.
Zwei weitere unbebaute Grundstücke:
Flur 8, Flurstück 37/1: 500 m², Wiese, als Pferdeweide genutzt, dreieckiger Zuschnitt, Ortsrand, Grasflächen, gepflegter Zustand, keine Außenanlagen.
Flur 1, Flurstück 37: 422 m², Waldfläche, trapezförmig und eben, mit Eichen, Buchen und Birken, gepflegter Zustand, im Wasserschutzgebiet Zone III gelegen, keine Außenanlagen.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag wurde die Wiese als Pferdeweide (vermutlich durch Nachbarn) genutzt, das Waldgrundstück mutmaßlich eigengenutzt.
Sonstiges
Diese Zwangsversteigerung weist folgende Besonderheit auf: Das oben beschriebene Objekt wird gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Objekten versteigert. Dies ist ersichtlich aus den Versteigerungsdaten / Terminsbestimmung (siehe oben). Dabei besteht die Möglichkeit, die Versteigerungsobjekte einzeln oder in einem Gesamtgebot zu ersteigern. Das wird sich jedoch erst beim Versteigerungstermin ergeben und vom Rechtspfleger bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu erfragen Sie bitte bei Gericht, dem Gläubiger oder dem vom Gläubiger beauftragten Vertreter/Makler. Wenn hier kein bzw. nur eines der vorhandenen Gutachten zum Download zur Verfügung gestellt wurde, können alle Gutachten unter dem jeweiligen Aktenzeichen oder beim Amtsgericht eingesehen werden.
Lage
Sien, Landkreis Birkenfeld, Rheinland-Pfalz, ca. 520 Einwohner
Wohnlage und Umfeld
Das bebaute Objekt liegt am Ortsrand an einer wenig befahrenen Anliegerstraße ohne Gehweg, ca. 0,4 km vom Ortszentrum entfernt. Die Wohnlage ist als einfach einzustufen, die Nachbarschaft ist von locker bebauter, zweigeschossiger Wohnbebauung geprägt. Keine nennenswerten Beeinträchtigungen, Naturschutzgebiete liegen nicht direkt an. Das Gelände ist teilweise ansteigend mit Nordausrichtung. Die unbebauten Grundstücke liegen am Ortsrand bzw. im Außenbereich und sind über Feldwege erreichbar (voll ausgebaut, Schotterstraßen). Das Waldgrundstück liegt in einem Wasserschutzgebiet.
Infrastruktur
Geschäfte des täglichen Bedarfs, Schulen und Ärzte sind im Ort selbst nicht vorhanden und etwa 14–18 km entfernt; die nächste Bushaltestelle ist fußläufig erreichbar. Öffentliche Verwaltung liegt ca. 19 km entfernt (Herrstein). Gute Anbindung an die Bundesstraße B270 (0,4 km), Autobahnanschluss bei der A61 (ca. 47 km), nächster Bahnhof Kirn (14 km), Flughafen Frankfurt-Hahn (45 km).
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Alle oben gemachten Angaben ohne Gewähr.






